Covid-19

Informationen HOTELA Covid-19

Auf dieser Seite erhalten unsere Kunden und Versicherte Informationen und Massnahmen, die im Rahmen der Sozialversicherungen aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu ergreifen sind.

Diese Seite wird entsprechend den aktuellen Ereignissen und Entscheidungen der Bundesbehörden regelmässig aktualisiert.

Verordnung über Lohnausfall Covid-19 (Aktualisierung vom 20.04.2020)

An seinen Sitzungen vom 20. März 2020 und 16. April 2020 hat der Bundesrat Massnahmen ergriffen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen im Kampf gegen das Coronavirus für die betroffenen Unternehmen und Mitarbeitenden zu mildern. Er erliess eine Verordnung über Massnahmen bei Lohnausfall durch das Coronavirus (Covid-19), die darauf abzielt, Personen zu entschädigen, für die keine andere Entschädigung vorgesehen ist (Selbständige, Eltern, die für Kinder unter 12 Jahren oder behinderte Kinder bis 20 Jahren sorgen müssen, in Quarantäne gestellte Personen). 

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: Informationen, FAQ und Pressemitteilung des BSV

Wie erhalte ich eine Lohnausfallentschädigung Covid-19?

Zunächst ist es wichtig zu bestimmen, ob Sie Anspruch auf eine Entschädigung haben:

Die Lohnausfallentschädigung Covid-19 wird von der Ausgleichskasse bezahlt, der der Versicherte angeschlossen ist. Weitere Informationen werden derzeit vom Bundesamt für Sozialversicherungen vorbereitet.

Anmeldung für die EO-Entschädigung: das Formular herunterladen (www.avs-ai.ch)
Zurücksenden an: covid@hotela.ch

Merkblatt 6.03 – Corona Erwerbsersatzentschädigung (aktualisiert)
Merkblatt 2.13 – Informationen für Arbeitgebende und Selbständigerwerbende im Zusammenhang mit dem Coronavirus

 

Zusammenfassung der Anrechte und Hilfen für Hoteliers (neu, 20.04.2020)

Auf bundesebene sind zwei Hilfsmassnahmen für Hoteliers vorgesehen:

  • Die Kurzarbeit
  • Die Auszahlung einer Erwerbsaufallentschädigung Covid-19 (EO Covid-19).

Hier eine Zusammenfassung der vorgesehenen Anrechte und Hilfen für Hoteliers (selbständigerwerbend oder angestellt) und ihre Mitarbeitenden im Rahmen der Massnahmen im Zusammenhang mit dem Covid-19.

Es ist möglich, dass gewisse kantonale Behörden zusätzliche Massnahmen vorgesehen haben, wie im Kanton Wallis. Überprüfen Sie bitte daher auf den offiziellen Internetseiten der Kantone ob solche Massnamen vorgesehen sind.

Selbständige Hoteliers (aktualisiert am 17.04.2020)

An seiner Sitzung vom 16. April 2020 hat der Bundesrat beschlossen, die Erwerbsausfallentschädigung COVID-19 auch für Selbständigerwerbende auszudehnen, die ihre Erwerbstätigkeit, die aber aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zurückgegangen ist, ausüben dürfen. Dieses erweiterte Anrecht betrifft hauptsächlich die Hoteliers.

Bedingung: das AHV-pflichtige Einkommen 2019 muss zwischen CHF 10‘000 und  CHF 90'000 liegen.

Eine weitere Massnahme gibt es für Eltern von behinderten Kindern über 12 Jahre. Kann deren übliche Betreuung durch Dritte nicht mehr gewährleistet werden, was eine Betreuung zu Hause zur Folge hat, kann der Anspruch auf die Entschädigung für Kinder oder Jugendliche bis 20 Jahre geltend gemacht werden. 

Anmeldung für die EO-Entschädigung (aktualisiert)
Merkblatt 6.03 – Corona Erwerbsersatzentschädigung (aktualisiert)
 

Ein Arbeitnehmer eines selbständigen Hoteliers mit Kindern unter 12 Jahren oder mit einem behinderten Kind bis 20 Jahren, der seine Erwerbstätigkeit unterbrechen muss, weil die Betreuung seiner Kinder durch Dritte nicht mehr gewährleistet ist, hat Anspruch auf die Erwerbsausfallentschädigung Covid-19, wenn :

  • er zum Zeitpunkt der Unterbrechung seiner Erwerbstätigkeit obligatorisch bei der AHV versichert ist 
  • der Betreuungsbedarf durch Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verursacht wird, z.B. durch Schliessung von Schulen, Fachschulen, Kindergärten, Kinderkrippen oder 
  • Der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung unterbrochen hat.

Ein Arbeitnehmer eines selbständigen Hoteliers, der in Quarantäne gesetzt wird und seine Erwerbstätigkeit unterbrechen muss, hat Anspruch auf die Erwerbsausfallentschädigung Covid-19, wenn :

  • er zum Zeitpunkt der Unterbrechung seiner Erwerbstätigkeit obligatorisch bei der AHV versichert ist 
  • die Quarantäne von einem Arzt angeordnet wird (Selbstisolierung reicht nicht aus)
  • Der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung unterbrochen hat.

Andere Massnahmen für Hoteliers

Hoteliers können für ihre Angestellten auch Kurzarbeit (KAE) beantragen (siehe Kurzarbeit).

Betriebsöffnung und Ende von EO COVID-19? (neu, 08.05.2020)

Zusammenfassung der Hilfsmittel und Ansprüche (Link zum Schema Hotelier oder Betriebsleiter)

Mein Betrieb oder meine Aktivität darf am 11. Mai wiedereröffnet oder wieder aufgenommen werden.

An seiner Sitzung vom 29. April hat der Bundesrat weitere Schritte zu mehr Flexibilität beschlossen und hat insbesondere die Wiedereröffnung von Restaurants, Bars und Pubs am 11. Mai unter bestimmten Bedingungen genehmigt.

Trotz der erlaubten Wiedereröffnung gibt es zahlreiche Selbständigerwerbende, die ihre Tätigkeit nicht wieder vollständig aufnehmen können, zum Beispiel weil die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden können oder die Sicherheitsmassnahmen die Anzahl möglicher Kunden und somit auch den Umsatz reduzieren. 

Der Bundesrat hat deshalb eine Übergangsregelung beschlossen. Diese besagt, dass die Erwerbsersatzentschädigung COVID-19 bis 16. Mai 2020 vergütet wird und nicht direkt am Tag der vom Bundesrat beschlossenen offiziellen Wiedereröffnung endet. Um eine entsprechende Vergütung zu erhalten, muss der/die begünstige Selbständigerwerbende nichts weiter unternehmen. 

Schutzkonzept für das Gastgewerbe 

Schutzkonzept für die Hotelbetriebe

Mein Unternehmen muss geschlossen bleiben oder meine Aktivität darf nicht vor 11. Mai 2020 wiederaufgenommen werden. 

Selbständigerwerbende, welche nach dem 16. Mai 2020 entweder ihren Betrieb  geschlossen halten müssen oder ihre Aktivität wegen fehlendem oder unzureichendem Schutzkonzept nicht wieder aufnehmen können, melden sich schriftlich bei ihrer Ausgleichskasse und erklären, dass 

  • entweder aufgrund des fehlenden oder unzureichenden Schutzkonzepts (das sich entweder auf ein Branchenkonzept oder auf die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) stützt) nicht wieder öffnen kann.
  • oder die Aktivität aufgrund von Vorschriften des Bundes weiterhin verboten ist.

Die an die Ausgleichskasse gerichtete Anfrage muss zwingend folgende Informationen enthalten:

  • Persönliche Angaben (Nachname, Vorname, AHV-Nummer) 
  • die Art der Tätigkeit 
  • eine Bestätigung, dass die Selbstständigkeit oder die Aktivität von der weiter angeordneten Betriebsschliessung betroffen ist oder dass kein notwendiges Schutzkonzept vorhanden ist

Die Anfrage ist per Post oder per E-Mail an die HOTELA zu richten (E-Mail: covid@hotela.ch). Nach Erhalt und Prüfung der Anfrage wird die Ausgleichskasse die Erwerbsersatzentschädigung nach dem 17. Mai 2020 fortsetzen bzw. wieder aufnehmen.

Wichtig: Es besteht eine Meldepflicht an die HOTELA, sobald der Betrieb oder die Aktivität unter Einhaltung eines Schutzkonzepts wieder öffnet.

Kurzarbeit

Warum Kurzarbeit beantragen?

Die Einführung von Kurzarbeit ermöglicht es, einen vorübergehenden Rückgang der Geschäftstätigkeit auszugleichen und Arbeitsplätze zu erhalten. Mit der Kurzarbeit bietet die Arbeitslosenversicherung dem Arbeitgeber eine Alternative, um Entlassungen zu vermeiden.

Ist es möglich, Kurzarbeitsentschädigung in Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beantragen?

Ja, allerdings ist der Grund für den Antrag zu erläutern. Ein genereller Verweis auf das Coronavirus reicht nicht aus, um einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung zu begründen. 

Wer hat Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung? 

  • Arbeitnehmende, die für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig sind.
  • Arbeitnehmende, die die obligatorische Schulzeit abgeschlossen und das Mindestalter für die AHV-Beitragspflicht noch nicht erreicht haben.

Im Rahmen der getroffenen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus wird der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ausgeweitet auf:

  • Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen
  • Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit
  • Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen
  • arbeitgeberähnliche Angestellte (z. B. Gesellschafter einer GmbH, die als Angestellte gegen Entlöhnung im Betrieb arbeiten)
  • Personen, die im Betrieb des/der Ehegatten/Ehegattin bzw. des/der eingetragenen Partners/Partnerin mitarbeiten (Pauschale von 3’320 Franken für eine Vollzeitstelle)

An welche Amtsstelle sind die Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung zu richten und welche Frist gilt dafür? 

Der Arbeitgeber muss die Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung unter Verwendung des Formulars «1 COVID-19 Voranmeldung Kurzarbeit» bei der Kantonalen Amtsstelle (KAST) einreichen.

Zuständig ist die Amtsstelle jenes Kantons, in dem der Betrieb oder die Betriebsabteilung den Geschäftssitz hat.

Die Frist von 10 Tagen vor Beginn der Kurzarbeit, innerhalb der die Voranmeldung bei der kantonalen Amtsstelle einzureichen ist, wurde für die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehenden Fälle aufgehoben. Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung können somit rückwirkend eingereicht werden (ohne Strafgebühr). 

Bei welcher Arbeitslosenkasse kann der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geltend gemacht werden?

Sobald die Kantonale Amtsstelle den Anspruch gewährt hat, kann der Arbeitgeber seine gesamten Ansprüche auf Kurzarbeitsentschädigung bei der Arbeitslosenkasse seiner Wahl geltend machen. 

Gilt für die Kurzarbeitsentschädigung eine Wartezeit?

Die Wartezeit von 3 Tagen nach Anspruchsgewährung und vor Bezug der Kurzarbeitsentschädigung wurde für die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehenden Fälle aufgehoben. Der Arbeitgeber muss daher keinen Arbeitsausfall zu seinen Lasten übernehmen.

Gehälter und Kurzarbeitsentschädigung: Welche Pflichten hat der Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden weiterhin das volle Gehalt für geleistete Arbeitstage oder -stunden zu bezahlen. Er muss sie zudem im Voraus in Höhe von 80% für Ausfalltage oder -stunden entschädigen. 

Die Kurzarbeitsentschädigung wird direkt dem Arbeitgeber überwiesen. Sie beträgt 80% des Gehalts. Die Arbeitslosenkasse überweist dem Arbeitgeber gleichzeitig mit der Entschädigung den Arbeitgeberanteil der AHV/IV/EO/ALV-Beiträge.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden auf Grundlage des üblichen Gehalts bestimmt, d. h. ohne Berücksichtigung der durch die Kurzarbeit bedingten Minderung

Ist die HOTELA berechtigt, den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung zu gewähren und die Entschädigungshöhe zu bestimmen? 

Nein, dafür sind ausschliesslich die Kantonale Amtsstelle und die Arbeitslosenkassen zuständig.

Wie werden die Kurzarbeitsentschädigungen im Rahmen der Dienstleistung HOTELA Full gemeldet? 

Derzeit ermöglicht es HOTELA+ nicht, Kurzarbeitsentschädigungen zu registrieren. Es ist daher erforderlich, die Fälle per E-Mail an Ihren Salärverantwortlichen weiterzuleiten. Dies erfolgt in zwei Schritten: 

1.    Übermitteln Sie uns zunächst eine Kopie des Formulars «2 COVID-19 Antrag und Abrechnung Kurzarbeitsentschädigung», das Sie bei der Arbeitslosenkasse einreichen, damit wir die Zahlung der Gehälter vornehmen können.
2.    Sobald Sie die endgültigen, durch die Arbeitslosenkasse validierten Abrechnungen erhalten haben, senden Sie uns bitte auch davon eine Kopie, damit wir für den folgenden Monat eventuelle Korrekturen vornehmen können. 


Weitere Informationen zur Kurzarbeit:
https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/service/formulare/fuer-arbeitgeber/kurzarbeitsentschaedigung.html/

SECO:
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/neues_coronavirus/kurzarbeit.html

Links Kantone : https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/menue/institutionen-medien/links.html 

    Covid-19 Lohnausfallentschädigung oder Kurzarbeit?

    Hier eine Zusammenfassung der vorgesehenen Anrechte und Hilfen für Betriebsleiter und ihre Mitarbeitenden im Rahmen der Massnahmen im Zusammenhang mit dem Covid-19.

    Unabhängig davon, ob Sie selbstständig, Arbeitgeber oder Arbeitnehmer sind, werden Sie nicht von beiden Massnahmen Gebrauch machen können. 

    • Wenn Sie ein Arbeitnehmer sind und Ihren Lohn normal erhalten haben, haben Sie auf keine der beiden Massnahmen Anspruch.
    • Wenn Sie ein Arbeitgeber sind und Löhne bezahlt haben, obschon Ihre Angestellten nicht in der Lage waren zu arbeiten (Betriebsverbot, Quarantäne), müssen Sie das Verfahren für Kurzarbeit einleiten.
    • Wenn Sie ein Arbeitnehmer sind und Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn gekürzt hat, weil Sie aufgrund einer der Auswirkungen der Pandemie (Quarantäne, Kinderbetreuung) nicht in der Lage waren zu arbeiten, haben Sie Anspruch auf eine Lohnausfallentschädigung Covid-19.
    • Wenn Sie selbständig sind und Ihre Tätigkeit wegen der Pandemie verboten wurde oder Sie wegen Quarantäne oder Kinderbetreuung nicht in der Lage waren zu arbeiten, haben Sie Anspruch auf eine Lohnausfallentschädigung Covid-19.
    • Wenn Sie selbständig sind und wenn Sie aufgrund der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus einen Einkommensrückgang erleiden, haben Sie Anrecht auf Erwerbsausfallentschädigungen Covid-19 wenn Ihr AHV-pflichtiges Einkommen für das Jahr 2019 zwischen CHF 10'000 und CHF 90'000 liegt.
       

    Für weitere Informationen

    Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge und Verzugszinsen (aktualisiert am 08.05.2020)

    In Anwendung der von den Bundesbehörden zur Bekämpfung des COVID-19 getroffenen Massnahmen informieren wir Sie über folgende Punkte, welche die Sozialversicherungsbeiträge betreffen:

    AHV/IV/EO-Beiträge und andere Versicherungen, mit Ausnahme des BVG

    • Alle Verzugszinsen in der Höhe von 5%, die gemäss den gesetzlichen Bestimmungen auf die Beiträge erhoben werden, sind bis einschliesslich 20.03.2020 geschuldet. Ab dem 21.03.2020 wird dieser Zinssatz bis zum 30.06.2020 auf 0% gesetzt.
    • Vom 01.07.2020 bis 20.09.2020 werden einzig Beiträge, für die ein Zahlungsaufschub beantragt und eingehalten wurde, von den Verzugszinsen ab dem von der Kasse genehmigten Datum, befreit. Ihr begründeter Antrag für Zahlungsaufschub kann per Mail (comptabilitedebiteurs@hotela.ch) aber NICHT telefonisch eingereicht werden. Er kann mehrere Zahlungsperioden bis spätestens 30.09.2020 betreffen.
    • Ab 21.09.2020 werden die Verzugszinsen von 5% allgemein wieder erhoben.
    • Rechnungen für überfällige und nicht bezahlte Beiträge werden bis 30.06.2020 nicht gemahnt. Es können nur gemahnte Beiträge betrieben werden. 

    BVG-Beiträge 

    • Auf BVG-Beiträge werden keine Verzugszinsen geschuldet (keine Änderung aufgrund von COVID-19).
    • Rechnungen für überfällige und nicht bezahlte Beiträge werden bis 30.06.2020 nicht gemahnt. Es können nur gemahnte Beiträge betrieben werden.